Go Green in 2018: Wie grün bist du schon, Kate?

Ich hatte ja versprochen, einen Einblick zu geben, wie „grün“ meine Produkte wirklich sind und welche Maßnahmen ich treffe, um ein nachhaltiges Produkt herzustellen. Das „grün“ steht dabei in Anführungszeichen, weil es mir nicht nur um umweltbewusste, sondern auch faire Herstellung geht.

Stoffe sind natürlich das Thema. Es ist absolut möglich, wirklich preiswerte Stoffe zu kaufen, gerade auch im Ausland (China, Indien, etc.). Mit preiswert meine ich, zwischen 0,80 und 2,00€. Da kommt dann ein bisschen Porto dazu, eventuell Zoll, aber alles in allem ein Schnäppchen! Diese Stoffe habe ich noch nie bestellt, aber ich kann mir zu den Preisen eine faire Herstellung nicht auch nur ansatzweise vorstellen. Und ich möchte auch lieber nicht wissen, wer da mit welchen Chemikalien welche Stoffe färbt.
Ich beziehe meine Stoffe über deutsche Händler, wie zum Beispiel Kiseki, Karma9 oder direkt vom Hersteller, gerne auch von „kleinen“ Händlern, die ein Gewerbe ähnlich wie meines betreiben. Häufig benötige ich nur wenig von einem bestimmten Stoff, wenn es zum Beispiel eine Auftragsarbeit ist, da lohnt ein Kauf beim Hersteller nicht. Meine Lieblingsstoffen kommen von Marimekko und Greengate im skandinavischen Bereich, KOKKA Echino und NaniIro aus Japan und Westfalenstoff aus Deutschland. Bei amerikanischen Stoffen sind es oft FreeSpirit-Stoffe. All diese Firmen legen in ihrer Philosophie großen Wert auf Nachhaltigkeit und Fairness in der Produktion. Zum größten Teil sind die Baumwollstoffe Öko-Tex100-Standard, im Falle von Westfalenstoff immer, aber nicht ausschliesslich, auch kbA (=kontrolliert biologischer Anbau). Da ich mein Hauptaugenmerk auf Stoffe gelegt habe, die von Haus aus von hervorragender Qualität sind, kann ich sicher sein, etwas Langlebiges herzustellen. Und ich möchte Euch natürlich weiterhin ermuntern, mir eure zwar geliebten, aber nicht mehr benutzten Kleidungsstücke zu schicken, um sie für Euch zu einer Tasche weiter zu verarbeiten. Gerne nehme ich auch Reparaturen vor, die im Laufe der Zeit anfallen können. Recycling und Upcycling sind gerade sehr im Trend, warum nicht trotzdem einfach mal mitmachen?

Tierleder benutze ich überhaupt nicht, denn für ein Accessoire soll kein Tier seine Haut lassen müssen. Daran wird sich nichts ändern.

Was ist aber mit dem Kunstleder und dessen Herstellung? Ja, auch diese Produktion kann man kritisieren, aber hier tut sich doch eine ganze Menge. Im Augenblick werden vielversprechende Alternativen aus Ananasfasern, Kokos, Palmblättern oder Bambusfasern und anderen natürlichen Materialien getestet.  Auch Kork hat sich wieder ins Spiel gebracht als alternatives Material, ebenso die als Snap-Pap bekannt gewordene „Lederalternative“. Ich glaube, das wir schon bald noch bessere und „grünere“ Möglichkeiten haben, die auch für die breite Masse zugänglich sind und ich behalte das genau im Auge. Bis dahin allerdings halte ich Kunstleder noch in jedem Fall für besser als echtes Leder. Und auch hier achte ich selbstverständlich auf die Qualität! Das Material, das ich verwende, hat keinen unangenehmen chemischen Geruch und es fühlt sich nicht billig an. Dafür ist es pflegeleicht und, soweit es das Alcantara-Imitat betrifft, auch waschbar.

Verpackung ist ein langweiliges aber ergiebiges Thema: Päckchen sind ab jetzt immer recycelte Versandboxen. Ihr bekommt keine brandneuen, glänzend weissen Schmuckboxen geschickt, auch wenn das die hübscheste Variante ist. Statt dessen sind die Verpackungen aus bereits recyceltem Material oder schon benutzt und sollten über den Papiermüll entsorgt oder sogar noch mal benutzt werden. Und natürlich keine Plastikverpackung im inneren – es bleibt bei Seidenpapier und Schnur! Wo wir schon dabei sind: das Seidenpapier hat auch ein Umweltsiegel. Ausnahme sind derzeit noch die Armbänder, da habe ich noch Plastiktütchen für da, die habe ich 2012 mal gekauft und sie wollen einfach nicht ausgehen. Die werden erst aufgebraucht, aber dann wird eine umweltfreundliche Alternative gesucht! Und es gibt keine innenliegende Rechnung mehr im Inland. Ab sofort wird die Rechnung standardmässig per eMail übersandt, aber nicht mehr ausgedruckt beigelegt. Für Auslandssendungen ist das leider nicht machbar wegen der Zollbestimmungen, aber immerhin in Deutschland. Und mal ehrlich: die Rechnung braucht sowieso fast niemand!

Und wo wir schon bei Papier sind: ja, mein Büro ist weitestgehend papierlos geworden. Nur auf meine Notiz- und Skizzenbücher kann ich nicht verzichten, das zeichnen auf dem iPad geht mir einfach nicht von der Hand und für schnelle Notizen ist mein bullet journal unschlagbar 😉 Und damit die Elektronik nicht zum Umweltsünder wird, ist der Strom hier auch „grün“.

Der Anfang ist gemacht… aber wenn Ihr noch Tipps habt, dann immer her damit! Ich freue mich auf eure Ideen in den Kommentaren 😉

 

 

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